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+++ Tenniscamp im Robinsonclub Jandia +++
Vom 13.-20. November 2011 leite ich ein Tenniscamp im Robinson Club Jandia
auf Fuerte Ventura. Für alle TennisspielerInnen ab Bezirksliganiveau bietet sich hier die Möglichkeit,
einmal unter professioneller Betreuung an seiner Technik zu feilen, sich taktische Tips zu holen oder auch einfach nur
mal zu sehen, wie bei den Profis gearbeitet wird. Unterstützt werde ich von FED CUP Spielerin Anna-Lena Grönefeld und Ihrem Trainer Dirk Dier -
wir freuen uns auf Sie! Melden Sie sich an und lassen Sie uns gemeinsam eine schöne, fleissige Tenniswoche verbringen !!
Kleiner Nachtrag zum Porsche Turnier
Im Anschluss an den FED CUP fand unmittelbar das Porsche Turnier statt. Von den Spielerinnen seit Jahren
zu einem der schönsten best-organisierten Turniere gewählt, haben sich alle deutschen Spielerinnen in einer Art und Weise präsentiert,
die endlich endliche wieder zeigen: Das deutsche Damentennis lebt!
- Toll, wie Sabine Lisicki herzerfrischend und unbekümmert mit Lust am Spiel und an Leistung gezeigt hat, daß sie zurückkommt.
- Toll, wie Kristina Barrois die Wildcard nutzte und mit Bartoli eine Topspielerin schlagen konnte - das hat mich besonders gefreut !
- Toll, wie Andrea Petkovic trotz des ganzen Trubels um ihre Person und den anstrengenden Wochen in Miami und im Fed Cup die Kraft hatte, jeweils in 3 Sätzen ein match zu biegen. Das der Akku dann leer war - wer, will ihr das verdenken.....
- Toll - wirklich toll! hat Julia Görges gespielt - und zwar über das komplette Turnier. Und das Ding zu Recht gewonnen! Diese Leistung hätte ich ihr über 4 matches nicht zugetraut und ich freue mich umsomehr, daß Jule mich Lügen gestraft hat...ein Riesenkompliment Jule!
Das alles ist in seiner Bedeutug noch gar nicht zu ermessen. Denn es ist auf der einen Seite ein Ergebnis der konsequenten Arbeit
der Mädels und auf der anderen Seite ja erst der Anfang.
Wenn ich mir bewusst werde, daß wir seit Jahren wieder einmal zwei Spielerinnen in den Top 25 haben, Spielerinnen, die sich gegenseitig
motivieren und sich übertrumpfen wollen - dann überfällt mich ein leichtes Grinsen......
We're back in the tennisworld......
5 - 0
Einerseits gibt es angesichts dieses Ergebnisses gegen die USA nicht viel zu sagen. Das Ergebnis spricht für sich.
Andererseits MUSS ich einfach meinen Mädels den größten Respekt zollen:
Andi, Jule, Sabine, Anna, und auch Kristina, (die, obwohl nicht nominiert, wie selbstverständlich dabei war und
uns angefeuert hat) - Ihr alle habt eine Riesenleistung abgeliefert! Es war eine Freude, Euch zuzusehen, Euch zu coachen
- Ihr habt dem Druck standgehalten
- Ihr habt kühlen Kopf bewahrt
- Und das Doppel mit Sabine und Anna hat schlicht das Sahnehäubchen abgeliefert !
Ich habe selten so eine phantastische Woche im FED CUP gehabt, wie dieses Jahr in Stuttgart! Der mit Hilfe von Anke Huber und dem ganzen Stuttgarter Team phantastisch vorbereitete Rahmen in Verbindung mit der auf den Punkt abgelieferten Leistung der Mädels lassen uns alle von mehr träumen.....
Und träumen muss erlaubt sein ;)
Key Biscayne 21.-27.3.2011 & Zur Nominierung für den Fed Cup gegen die USA
Seit Jahren ist Key Biscayne für mich die letzte und beste Möglichkeit, mir vor dem Fed Cup den entscheidenden Eindruck über die Form der deutschen Spielerinnen
zu verschaffen. Das geht nur, wenn ich hautnah dabei bin, am Platz sitze und spüre, wie die Mädchen agieren. Zusammen mit den vielen Einzelgesprächen bekomme ich
letztlich ein präzises Bild für eine Standortbestimmung.
So war ich auch dieses Jahr wieder eine knappe Woche vor Ort und hatte nun die Qual der Wahl, welche 4 Spielerinnen ich
gegen die USA nominiere. Gespielt wird in der Porsche Arena/Stuttgart ja immerhin um den Aufstieg in die Weltgruppe 1.
Zuverlässigen Quellen zufolge treten die USA mit Venus Williams an, was die Partie in Stuttgart für uns schwieriger macht, für alle Beteiligten und die Zuschauer
aber sicher auch interessanter werden lässt.
Fest standen für mich schnell unsere beiden ranglistenbesten Andrea Petkovic (WTA 23) und Julia Görges (WTA 34). Als dritte im Bunde brauchen wir die erfahrenste
Doppelspielerin von allen, Anna-Lena Grönefeld. Fehlte noch die vierte Spielerin, die das Team komplettieren sollte. Zur Verfügung standen mit Angelique Kerber
(WTA 60), Kristina Barrois (WTA 80), Tatjana Malek(WTA 142) und Sabine Lisicki (WTA 217) vier weitere Spielerinnen, die für mich in Frage kamen.
Entschieden habe ich mich für Sabine Lisicki. Sie ist auf einem guten Weg zurück. Sicherlich braucht sie noch Zeit und vor allen Dingen Matchpraxis, um ihre
langwierige Fußverletzung (5 Monate Pause) aus dem vergangenen Jahr vergessen zu machen. Aber sie hat in der Vergangenheit eben auch im Fed Cup ihre Klasse
unter Beweis gestellt und tolle Matches gezeigt. Außerdem konnte sie Venus Williams auf Sand bereits einmal bezwingen.
Angelique, Kristina und Tatjana sind sicherlich traurig und vielleicht enttäuscht über ihre Nicht-Nominierung. Letztlich war es neben allen Fakten und Eindrücken
auch eine Bauch-Entscheidung – ich glaube, mit diesem Team haben wir schlicht die besten Chancen, diese Herkules Aufgabe erfolgreich zu meistern.
Im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt und alle haben erneut ihre Chance sich anzubieten. Diese Nicht-Nominierungen sind der härtere Teil meiner Arbeit; mir sind die Mädchen ans Herz gewachsen! Am liebsten hätte ich alle dabei – aber dieses „Absagen müssen“ gehört dazu. Das Schöne ist, daß ich nach einer längeren Durststrecke nun wieder die Qual der Wahl habe. Lieber habe ich es schwer bei der Nominierung, als daß keine Spielerinnen da sind oder nicht zur Verfügung stehen. Mit diesen jungen Spielerinnen können wir in Zukunft auch mit der Nationalmannschaft wieder ganz vorne mitspielen und darüber freue ich mich ganz besonders!
Nun lasst uns alle zusammen die Halle in ein Tollhaus verwandeln und die USA hoffentlich nach Hause schicken - weinend :)
Kommen Sie nach Stuttgart !
Das Heimspiel gegen die USA findet auf dem roten Sand der 4.200 Zuschauer fassenden Porsche Arena in Stuttgart statt. Am 16. und 17. April kämpfen wir parallel zur Qualifikation des Porsche Tennis Grand Prix um den Wiederaufstieg in die Weltgruppe der acht besten Nationen im Damentennis.
Ich freue mich sehr über diese Wahl - es ist eine unvergleichliche Athmosphäre in Stuttgart - ein sachkundiges, begeistertes Publikum, ein traumhaft schöner Platz in einer wunderbaren Halle - gepaart mit dem direkt neben der Halle liegenden tollen Hotel - nicht umsonst küren die Top-Spielerinnen das Porsche Turnier immer wieder zum beliebtesten Turnier auf der Tour. Das wir nun in dieser Athmosphäre zum Showdown gegen die USA antreten können, ist fantastisch. Die Erwartungen sind natürlich hoch - aber wir dürfen uns nichts vormachen: Ob mit oder ohne Williams - es wird schwer!
Kommen Sie uns unterstützen! Verwandeln Sie die Halle in eine Festung! Es ist alles angerichtet - gemeinsam können wir es schaffen!
zum Fed Cup in Maribor - Slowenien Deutschland
Die Erleichterung am Sonntag um 15.34 Uhr bei uns war riesen groß!!! Denn die Sloweninnen erwiesen sich als der erwartet schwere Gegner - vor allem auf Sand und zu Hause.... Aber alles der Reihe nach:
Wir sind mit dem ganzen Team diesmal schon am Sonntag angereist, um uns bestmöglich auf Sand vorzubereiten. Die gesamte Trainingswoche lief sehr gut. Harmonisch und konzentriert.
Es stand von Anfang an für mich fest, dass sowohl Andrea Petkovic „Petko“ als auch Julia Görges „Jule“ die Einzel spielen sollten, voraus gesetzt beide wären fit. Und sie waren es - trotz der Strapaziösen Rückreise von Australien und der Umstellung von Hartplatz auf Sand...
Somit fing Petko am Samstag um 13 Uhr gegen die Nr.2 der Sloweninnen Mascha Zec-Pesciric an und gewann das Match letztendlich souverän mit 6-3 6-4. Danach spielte Jule gegen die junge, sehr talentierte 20-jährige Sandplatzspezialistin Polona Herczog. Das erwartet schwere Match. Jule passte einmal pro Satz nicht richtig auf und bekam jedes Mal das entscheidende Break. Endstand 5-7 4-6 gegen eine gut spielende Herczog.
Abends war die Stimmung trotzdem nicht getrübt. Alle wussten wir hatten uns nichts vorzuwerfen.
Sonntag fing Petko wieder an. Und wie. Wir hatten gemeinsam eine Taktik überlegt, die sie bis zur Perfektion umsetzte.
Herczog in die starke Vorhand attackieren, um dann in die offene, etwas schwächere Rückhandseite spielen zu können. Dazu variable Aufschläge und eine souveräne Ausstrahlung. Das nahezu perfekte Match endete 6-1 6-2, und somit konnte Jule den Sack zu machen.
Leichter gesagt als getan. Zu Anfang merkte man beiden Spielerinnen die Nervosität an. Doch mehr und mehr konnte Jule ihre Klasse ausspielen und zeigen und gewann am Ende verdient deutlich 6-4 6-2, die „Pflicht“ ist erfüllt!
Das abschließende Doppel von Tatjana Malek „Tadde“ und Anna-Lena Grönefeld „Anna“ gegen die Doppelspezialistin Katarina Srebotnik an der Seite von Polona Herczog war zwar bedeutungslos,
zeigte aber einmal mehr wie gut beide spielen können. Vor allem Anna spielte wie im Rausch (wie eigentlich immer im Fed Cup). Nachdem den ersten Satz mit 7-6 gewinnen konnten, gaben die Sloweninnen auf. Herczog fühlte sich nicht wohl, was uns etwas eher feiern liess.
Nun gegen die USA zu Hause
Die Auslosung am Mittwoch bescherte uns das so sehr von allen gewünschte Heimspiel.
Und es taucht natürlich sofort die Frage auf: Kommen die Amerikanerinnen mit den Williams Sisters? Eine von Ihnen oder gar beide? Die USA ist in der Geschichte noch nie abgestiegen. Wir würden ihnen gerne dabei helfen :)
Egal wie es kommt, wir werden alles geben und freuen uns sehr auf das Heimspiel. Wo es sein wird steht zum momentanen Zeitpunkt noch nicht fest.
Mein Dankeschön an das ganze Team :) !!
An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Team für die hervorragende Arbeit bedanken.
- beim Konditionstrainer Mike Diehl
- bei der Physiotherapeutin Petra Winzenhöller
- beim Doktor und meiner ganz persönlichen Stütze Dr. Ulf Blecker
- bei meinem Assistent auf dem Platz Dirk Dier
- bei Oliver Quante (DTB Pressesprecher) und - last but not least:
- bei Klaus Eberhard (DTB Sportdirektor).
Ohne Euch wäre das alles nicht möglich. Ohne Euch wäre das Team nicht so einzigartig!
Auch vor Ort waren DTB Präsident Dr. Georg von Waldenfels und Vize Heinz Wagner. Und meine Mama mit Lebensgefährten Lutz Vetter.
Bedanken möchte ich mich natürlich bei meinen Mädels. Es ist weiss Gott alles andere als selbstverständlich, dass Ihr Euch ohne wenn und aber zur Verfügung gestellt habt. Wir haben noch Großes vor - Ganz Großes sogar - und daran glaube ich ganz fest. Wenn alle sich so weiter entwickeln und weiter so hart an sich arbeiten...
Australian Open 2011 - ein Rückblick
Ich könnte mich gut an die Situation gewöhnen, bei den Grand Slam Turnieren in der zweiten Woche in einer Box am Platz zu sitzen und live mit zu fiebern. Es war das zweite Mal in meiner Position als Bundestrainerin seit 2005, dass eine Spielerin es bis ins Viertelfinale eines GS Turniers geschafft hat, nachdem dies Sabine Lisicki 2009 in Wimbledon gelungen war.
Diesmal war es Andrea „Petko“ Petkovic, die in einem beeindruckenden Match Maria Sharapova in der dritten Runde 6-2 6-3 „vom Platz fegte“. Im Viertelfinale unterlag sie einer sehr stark aufspielenden Chinesin Na Li 2-6 4-6. Etwas mehr Erfahrung und Konstanz auf absolutem Top Niveau waren ausschlaggebend für diese Niederlage. Für mich war Na Li von Beginn des Turniers an eine große Mitfavoritin, nachdem sie in der Vorwoche bereits Sydney im Finale gegen Kim Clijsters gewinnen konnte. Petko spielte sich in die Herzen der australischen Fans und rückt mit diesem Erfolg immer näher an die Top 20 der Welt, zu denen sie meiner Meinung nach auch gehört. Das Betreuerteam, angeführt vom Papa und dem neuen Coach Petar Popovic, hat genau die richtige Mischung für Petko gefunden.
Auffallend positiv waren auch die Auftritte von Julia Görges. Jule gewann zwei schwere Runden, erreichte somit zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere die dritte Runde eines Grand Slams, und brachte Maria Sharapova an den Rand einer Niederlage. Sie verlor nach einem hochklassigen Match 4-6 im dritten Satz, konnte sich aber nichts vorwerfen. Schade - man stelle sich vor Jule und Petko hätten im Achtelfinale gegeneinander gespielt. Es ist nur eine Frage der Zeit wann Jule die Top 30 der Welt knacken wird, wenn sie mit Ihrem Trainer Sascha Nensel weiter so hart und konzentriert arbeitet.
Des Weiteren konnte Kristina Barrois ihren Soll erfüllen, indem sie die erste Runde souverän gewann. Leider verlor sie in Runde 2 zu glatt und ohne große Gegenwehr, aber solche Tage kommen leider vor.
Angelique Kerber spielte ein sehr gutes Match gegen die Top 20 Spielerin Cibulkova, verlor aber leider nach großem Kampf unglücklich in 3 Sätzen.
zur Qualifikation - ein Rückblick
Leider kam nur eine von 4 Spielerinnen durch die Qualifikation. Kathrin Wörle spielte wie so oft in Australien ihr bestes Tennis, und konnte die harte Quali überstehen. Leider hatte sie dann Los-Pech – und in der 1. Hauptrunde gegen Victoria Azarenka keine Chance.
Sabine Lisicki spielte 2 gute Matches! Man merkt ihr jedoch an, dass es ihr nach der langen Verletzung im letzten Jahr noch deutlich an Spielpraxis fehlt. Dazu kam noch Lospech, denn ihre zweitrunden Gegnerin Manasieva kam immerhin bis in die dritte Runde des Hauptfeldes. Sabine ist auf einem guten Weg zurück. Sie muß nur ruhig bleiben und Matches spielen. Der Rest kommt dann von alleine wieder. Ich glaube fest an sie.
Anna-Lena Grönefeld erwischte in der zweiten Runde einen schwarzen Tag und unterlag hier etwas unnötig, aber auch sie ist wieder in der richtigen Spur mit ihrem Trainer Dirk Dier. Das Duo hatte sich kurzzeitig im Spätsommer letzten Jahres eine 10-wöchige Auszeit genommen, werden aber sicher in Zukunft gemeinsam auch wieder Erfolge feiern können.
Tatjana Malek wurde leider pünktlich zur ersten Runde etwas krank und konnte diese mit leichtem Schwindel nicht überstehen. „Tadde“ hatte eine lange Vorbereitung mit guten Ergebnissen in Dubai, umso trauriger dann dieses Pech. Sie arbeitet mit ihrem Coach Veit Eberl daran, ihr Spiel insgesamt etwas offensiver zu gestalten, was genau richtig ist.
Insgesamt verließ ich die Australian Open mit einen sehr positiven Gefühl. Der Fed Cup in Slowenien nächste Woche kann kommen.
Wir werden alles versuchen dort als Sieger vom Platz zu gehen, um im April die Möglichkeit zu haben wieder in die Weltgruppe 1 aufzusteigen.
Das Team, Andrea Petkovic, Julia Görges, Anna-Lena Grönefeld und Tatjana Malek , ist hoch motiviert, und am Sonntag reisen wir dort zur gemeinsamen Vorbereitung an.
Daumen drücken!!!
27.01.2011 Petkovic führt deutsches Fed Cup Team in Maribor an
Hamburg - Andrea Petkovic, Julia Görges, Tatjana Malek und Anna-Lena Grönefeld stehen im deutschen Fed Cup Aufgebot
für die Erstrundenbegegnung der Weltgruppe II am 5. und 6. Februar in Maribor.
Gegen Slowenien will das Team von Barbara Rittner (Foto) den ersten Schritt zurück in Richtung Weltgruppe machen.
Gespielt wird die Partie in der Sporthalle Ljudski vrt auf einem Sandplatz.
"Wir fahren nach Maribor, um zu gewinnen", betont Barbara Rittner die Zielsetzung des deutschen Teams beim ersten Auftritt in der neuen Saison. "Nach dem unglücklichen Abstieg im vergangenen Jahr wollen wir so schnell wie möglich zurück in die Weltgruppe. Alles andere als ein Sieg wäre da eine herbe Enttäuschung."
Angeführt wird die deutsche Mannschaft erneut von der Australian Open Viertelfinalistin Andrea Petkovic (WTA 33). "Schon im letzten Jahr hat Andrea beweisen, dass sie konstant auf hohem Niveau spielen kann. Sie hat immer wieder Topspielerinnen geschlagen und ist nach bitteren Niederlagen immer stark zurück gekommen", kennzeichnet die deutsche Fed Cup Chefin die positive Entwicklung ihrer Nummer eins. "Nach ihrem beeindruckenden Saisonstart in Brisbane und Melbourne ist sie nun auf dem Sprung in die Top 20 und wird in Maribor eine wichtige Rolle spielen." Für die 23 Jahre alte Darmstädterin ist es seit ihrem Debüt im Jahr 2007 der vierte Auftritt im Dress der deutschen Nationalmannschaft. Zuletzt hatte sie im April 2010 in Frankfurt am Main beim unglücklichen 2:3 gegen Frankreich beide Punkte geholt.
Ebenfalls im deutschen Aufgebot steht Julia Görges (WTA 38), die in Melbourne erstmals in ihrer Karriere die dritte Runde bei einem Grand Slam Turnier erreicht hat. Rittner über die zweitbeste Deutsche in der Weltrangliste: "Julia hat mich im vergangenen Jahr mit ihrer Entwicklung besonders überrascht. Sie hat deutliche Fortschritte gemacht, arbeitet ruhig, fleißig und sehr zielstrebig. Bei ihren ersten Auftritten im neuen Jahr hat sie gezeigt, dass sie dabei ist, sich auf hohem Niveau zu stabilisieren und sich weiter in der Weltrangliste nach vorne zu spielen. Gegen Slowenien ist sie mindestens für zwei Punkte gut." Die 22jährige aus Bad Oldesloe zeigt nicht nur im Einzel aufsteigende Tendenz, sie ist zugleich die beste Deutsche in der Doppelweltrangliste (WTA-Doppel 35) und hat allein im vergangenen Jahr zwei WTA-Doppel-Titel gewinnen können. Einen davon sicherte sie sich zusammen mit Anna-Lena Grönefeld (WTA-Doppel 58) in Kopenhagen.
Das deutsche Team wird komplettiert von Anna-Lena Grönefeld (WTA 171). Die 25 Jahre alte Nordhornerin hatte bei ihrem letzten Fed Cup Auftritt vor einem Jahr in Brünn beide Einzel gewonnen und zwei Monate später bei der Relegationspartie gegen Frankreich aufgrund eines Ermüdungsbruches im Fuß passen müssen. "Anna hatte 2010 leider großes Verletzungspech und nach ihrer Pause Schwierigkeiten, an ihre gute Form anzuknüpfen. Inzwischen ist sie wieder auf dem Weg zurück zu alter Stärke und mit ihrer großen Erfahrung enorm wichtig für das Team", weiß Fed Cup Chefin Rittner. "Annas Schläge sind nach wie vor da und im Doppel ist sie eine feste Größe." Grönefeld spielt seit 2004 für Deutschland im Fed Cup, ist seitdem bei elf Begegnungen zum Einsatz gekommen und kann insgesamt elf Einzel-Siege und fünf Doppel-Erfolge vorweisen.
Die Fed Cup Partie Deutschland gegen Slowenien beginnt am 5. Februar um 13 Uhr mit den ersten beiden Einzeln. Einen Tag später werden ab 12 Uhr zwei weitere Einzel sowie das abschließende Doppel gespielt.
Oktober 2010 Zur Lage
Sie werden es als interessierter Tennisfreund gelesen haben – ich habe meinen Vertrag verlängert und freue mich auf die kommenden zwei Jahre.
Im Folgenden möchte ich kurz meine Einschätzung zur aktuellen Lage im deutschen Damentennis beschreiben.
Es hat sich einiges getan seit dem vergangenen April. Spielerinnen haben sich in den Vordergrund gedrängt, andere sind aus verschiedenen Gründen etwas ins Hintertreffen geraten.
Während Sabine Lisicki im letzten Jahr als klare Nummer 1 das Team anführte,
musste sie im letzten halben Jahr infolge einer langwierig auszukurierenden Verletzung
machtlos mit ansehen, wie sie in der Weltrangliste nach hinten durchgereicht wurde – keine schöne
Erfahrung für Sabine und diametral dem entgegenstehend, was sie sich eigentlich vorgenommen hatte.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Sabine aus diesem Tal heraus findet und die Geduld, die Zähigkeit und den Ehrgeiz aufbringt,
alles daran zu setzen, sich wieder da zu positionieren, wo sie hingehört und hin will: die TOP 50 müssen für 2011 das Ziel sein. Dieser Weg führt auch über manch kleineres Turnier;
umso mehr freut es mich, dass sie genau diese Ochsentour auf sich nimmt.
Sabine: mit klarem Visier und viel Arbeit schaffst Du den Weg zurück!
Anna Lena Grönefeld geht zur Zeit ebenfalls durch ein Tal - Nach einem hartnäckigen Ermüdungsbruch im Fuß und der damit verbundenen 4 monatigen Pause,
hat Anna große Probleme zu Ihrer Form vom Fed Cup in Brünn (siehe Bericht zum FED CUP Brünn vom 10.02.2010) zurückzufinden.
Ein schwerer Rückschlag für sie – und für Dirk Dier und das FED CUP Team, denn da hat Anna in den letzten Jahren die tragende Rolle gespielt.
Turniere konnte sie erst seit Wimbledon wieder spielen, und hat nach der Pause vor allem körperlich
noch nicht den Standard, den man haben muß um im Sport erfolgreich zu sein. Anna muss hart an sich
arbeiten, um zurück zu kommen. Wenn sie das wirklich will, wird sie dies auch schaffen, denn das spielerische Potenzial ist da.
Das hat sie in der Vergangenheit mehr als einmal bewiesen.
Verlier nicht die Geduld, Anna!
Andrea Petkovic hat das beste Jahr Ihrer Karriere hinter sich. Nach Ihrem Kreuzbandriss vor nun fast 3 Jahren ist sie die aktuelle Nummer eins im deutschen Damentennis und das macht mich sehr stolz! Ihr Match gegen Kusnetzova in Paris, das Erreichen der letzten 16 in New York bzw. die Entwicklung danach zeigen, wie Andrea aus Niederlagen zu lernen versteht und weiter an sich arbeitet. Hoffentlich bleibt sie gesund! Ich sehe das Ende dieser Entwicklung nämlich noch nicht……. Stetig steigendes WTA-Ranking ist der Lohn für Ihre Mühe (Stand 25.Oktober: WTA Position 32 – wer weiß, wohin dieser Weg noch führt…..
Eine weitere "Aufsteigerin des Jahres" ist Julia Görges. Jule hat mit Sascha Nensel offensichtlich genau den Coach gefunden,
der akribisch mit ihr zusammen arbeitet, und ihr die nötige Härte beibringt, die man in diesem Job
unerlässlich braucht. Jule ist fitter, spielt taktischer und wesentlich konstanter.
Sie konnte im Sommer ihr erstes WTA Turnier gewinnen, war zum Jahresabschluß in einem weiteren Finale,
konnte zahlreiche Top 20 Spielerinnen bezwingen und weiß mehr denn je was sie will.
Das Ziel für 2010, nämlich unter die ersten 50 zu kommen, hat sie locker geschafft.
Und kann so nun realistisch neue Ziele für 2011 formulieren. Sie wird sicherlich auch im
Fed Cup zu einer festen Größe "heranwachsen". Ich bin gespannt, wo Jule als nächstes für Aufsehen sorgen wird.
Und dann haben wir eine dritte neue Top 50 Spielerin - Angie Kerber: Mit ihr habe ich in Paris lange gesprochen –
ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen: Angie musste lernen,
mehr Spaß auf dem Platz zu haben und sich nicht permanent selbst schlecht
zu reden und sich selbst runter zu ziehen. Das ist ja das schöne am Tennis und am Menschen:
Ein jeder ist anders und hat mit anderen „Problemen“ und Hürden zu kämpfen.
Angies Naturell ist eben das stille Wasser, sie hat nicht diese Selbstsichere,
optimistische Art, wie eine Sabine – und doch spielt sie manchmal einfach großartig Tennis.
Ihre Entwicklung zeigt, dass es auch die stillen weit schaffen können – Angie: WEITER SO !!!
Sei etwas zufriedener mit Dir, denn das hast Du Dir verdient!!!
Kristina Barrois spielt einmal mehr ein sehr konstantes Jahr und gehört nach wie
vor zum erweiterten Kader für den Fed Cup. Ihr zurückhaltendes ausgeglichenes Wesen macht
sie für mich sehr wertvoll! Spielerisch ist sie sich damit manchmal im Weg – da fehlt
„die Sau“ in ihr – nichts desto trotz – ihr komplettes technisches Repertoire
ist bemerkenswert und Kristina wird immer wieder für Überaschungen sorgen.
Die einzige Spielerin, für die das vergangene Jahr kein so gutes war, ist Tatjana Malek. Sie versucht, ihr Spiel
umzustellen, druckvoller zu spielen - und so etwas braucht Zeit. Wenn dann noch ein paar enge Matches verloren gehen, muss man aufpassen,
nicht an der Veränderung zu zweifeln und die Geduld zu verlieren. Tadde, ich beobachte Dich und weiß, wie Dir zumute ist - bleib dran, Du wirst wieder hochkommen!
Und so beginne ich mich allmählich regelrecht zu freuen - das wird ein toller Fedcup gegen die Slowenen!!
Über eine andere Sache informiere ich Sie hier ebenfalls und gerne: VW hat mir einen T5 California zur Verfügung gestellt – das ideale Auto für mich, um die deutschen Turniere zu besuchen, um Lehrgänge durch zu führen, ein Traum-Auto!! Auch an dieser Stelle mein herzlicher Dank an VW für dieses Vertrauen!



