Philosophie

Spaß am Sport, Spaß am Tennis, das ist, was zählt...


Es ist meine wichtigste Mission, das Damentennis in Deutschland mit neuen, frischen Talenten wieder an und in die Weltspitze zu führen. Als erste verantwortliche Frau im Deutschen Tennis muss ich hier meinen eigenen Weg finden, Erfolge zu haben, denn nur die zählen.
Dazu gehört jede Menge Biss, ein Stück weibliche Intuition, vielleicht sogar der Schuss Naivität, noch nicht zu wissen, was alles schief gehen kann.

Ich suche Talente, die wirkliche Stars werden wollen - und es ist eine Herausforderung, wirklich Großes zu wollen, denn es braucht Zeit - und wer hat die schon! Ich möchte die Spielerinnen nach vorne bringen, das motiviert mich, das zieht mich. Im Zentrum des öffentlichen Erfolges steht der FedCup, aber auch die großen internationalen Turniere sind Messgrößen für jede Topspielerin.

Ja, ich stehe für eine neue Leistungsorientierung im Tennis, denn Leistung macht Spaß, weil Erfolg einfach Spaß macht...


Vor 8 Jahren habe ich an dieser Stelle geschrieben, mein Ziel sei es, 3-5 junge/neue Spielerinnen in die ersten 100 der WTA Weltrangliste zu begleiten, um sie dann als nächsten Schritt in den Top 50 zu sehen.

Die Zeit vergeht - die Arbeit zahlt sich aus und der Erfolg kommt. Das deutsche Damentennis ist so stark, wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Die Erfolge der letzten Monate rücken das Damentennis immer mehr ins Rampenlicht - kein Wunder, denn ein Ende ist nicht absehbar und das deutsche FED CUP Team braucht sich weder spielerisch noch optisch zu verstecken :)

Wenn wir weiter so konstant arbeiten und die Früchte dieser Arbeit ernten, wird evt. auch das Fernsehen wieder das eine oder andere Tennismatch übertragen und dann kommt die Lawine richtig ins Rollen. Darauf habe ich hingearbeitet, das habe ich gehofft und mir gewünscht - und bin stolz, daß endlich wieder Licht am Ende des Tunnels ist.

Unsere Topspielerinnen (Kerber, Görges, Lisicki, Barthel, Petkovic) haben mittlerweile ihr Umfeld komplett professionalisiert. Insofern liegt mein Augenmerk neben der Betreuung des Fed Cup Teams zukünftig verstärkt auf dem, was nachrückt. Ich bin gespannt, wie sich unsere Nachwuchsspielerinnen weiterentwickeln, und werde sie auf Ihrem Weg nach Kräften unterstützen.
Gleichzeitig habe ich in den vergangenen Jahren einmal mehr gemerkt, welche Hindernisse sich den Spielerinnen auf Ihrem Weg nach oben in den Weg stellen können. Wie schwer es ist, gerade als junge Spielerin nicht den Fokus zu verlieren, sich selbst den nötigen Druck zu machen, externen Erwartungen stand zu halten, und dabei den Spaß am Sport nicht zu verlieren. Wir haben in Deutschland nicht das Förderungssystem der Franzosen, wir haben nicht die Masse an Spielerinnen, wie die Russen! Da wir nicht die Rundumbetreuung bieten können, leider auch in vielen Fällen nicht die Unterstützung in den Schulen haben, die ein junger Leistungssportler braucht, gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung in besonderem Maße. In Abhängigkeit des jeweiligen Umfeldes müssen Spielerinnen heute schon frühzeitig Entscheidungen treffen, In Einzelfällen sogar Entscheidungen gegen die eigene Familie. Der Ostblock zieht uns inzwischen im Alter von 13-16 Jahren meist davon - warum? Weil diese Spielerinnen schon 2 oder 3 Mal am Tag trainieren können. Der Aufwand kommt hier schon dem eines Profis gleich, und ohne diesen ist es eben sehr schwer mitzuhalten. Jede Spielerin muß für sich den eigenen, individuellen Weg finden. An "vermeintlich" guten Ratschlägen wird es hier meist nicht mangeln. Die richtigen Entscheidungen zu treffen ist nicht leicht - Eines aber ist und bleibt Grundlage jeden Erfolges:

HARTE ARBEIT UND MIT GANZEM HERZEN DABEI SEIN!!!